Zeuthen: Schimke, Merz und Lakenmacher waren “mitreißend”

02.08.2019 | Der Schulzendorfer

Rund 700 Gäste waren nach Angaben des Veranstalters in die Zeuthener Mehrzweckhalle gekommen, um mit Friedrich Merz zum Thema „Worauf es in Deutschland jetzt ankommt“ zu diskutieren. Die CDU – Bundestagsabgeordnete Jana Schimke hatte die öffentliche Veranstaltung angeschoben.

Unter den Gästen viele CDU – Anhänger, Lokalpolitiker und die Bürgermeister aus Eichwalde und Zeuthen. Es war der einzige Auftritt von Friedrich Merz im Rahmen der bevorstehenden Landtagswahl in Brandenburg. Der hatte es aber in sich. Merz gab sich so, wie man ihn aus Zeiten als CDU – Fraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag kannte und worauf seine Popularität beruht: Streitlustig, rhetorisch exzellent, ohne Scheu, sich Beulen in der politischen Auseinandersetzung zu holen und kritisch gegenüber der eigenen Partei. Viele CDU – Anhänger in der Halle wünschen sich eine starke und visionäre Personalie an der Spitze Deutschlands, eben Friedrich Merz. Nach rund zwei Jahrzehnten konsensorientierter Merkel – Politik ist die Sehnsucht nach klarer Kante unter ihnen groß. Die gab es auch vom CDU – Landtagsabgeordneten Björn Lakenmacher: „Wenn Menschen keinen Asylgrund haben, dann müssen sie abgeschoben werden. In Brandenburg findet das fast nicht statt. Das führt dazu, dass Bürger ihr Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates verloren haben. Wir als CDU Brandenburg wollen diesen Vertrauensverlust stoppen.“ Und das waren die Reaktionen nach der Podiumsdebatte: Karl Uwe Fuchs (FDP): „Das war eine der besten Veranstaltungen, die ich bislang in meiner politischen Tätigkeit erlebt habe.“ Joachim Kolberg (CDU), Chef des Schulzendorfer Gemeinderates: „ Diesen Abend werde ich nicht vergessen, er war mitreißend. Mein Respekt für die Deutlichkeit, mit der Friedrich Merz Fehler der Partei angesprochen hat. Aber auch dafür, dass er Lösungen angeboten hat.“
aktualisiert von Bjoern Lakenmacher, 02.08.2019, 15:09 Uhr