Spreewaldkita ist "Haus der kleinen Forscher"

Die Spreewaldkita in Lübben ist jetzt offiziell \"Haus der kleinen Forscher\". Sie hat das entsprechende Zertifikat während des heimatlichen Trachtenfests erhalten. Damit ist sie die erste Kita mit dieser Auszeichnung im Landkreis Dahme-Spreewald, wie Carsten Saß (CDU) erklärt. Der Bildungsdezernent ist \"froh, dass die Idee des Forschens so gut angenommen wird\". 35 der 120 Kindereinrichtungen im Spreewaldkreis beteiligen sich derzeit am Projekt, wie Katrin Schmeer sagt. Sie ist die Netzkoordinatorin im Dahme-Spreewald-Kreis, kümmert sich um die Fortbildung der Erzieherinnen. Die Kita-Mitarbeiterinnen würden nicht nur theoretisch fit gemacht, sondern auch experimentieren. Die Stiftung \"Haus der kleinen Forscher\" unterstützt mit der gleichnamigen Bildungsinitiative Kitas bundesweit dabei, den Forschergeist der Kinder zu wecken und sie für naturwissenschaftliche Phänomene sowie technische und mathematische Fragestellungen zu begeistern. Seit 2006 gibt es die Stiftung, wie die Referentin für Kita-Netzwerke Bianca Keusen sagt. Der Dahme-Spreewald-Kreis hatte die Idee Ende vergangenen Jahres aufgegriffen und fördert das Projekt mit 20 000 Euro jährlich, wie Carsten Saß sagt. \"Die Spreewaldkita ist besonders neugierig, zeichnet sich durch hohen Forscherdrang aus\", erzählt Katrin Schmeer. \"Es ist für uns Ehrensache, die Kinder mit vielfältigen Angeboten auf das Leben vorzubereiten\", sagt Kita-Leiterin Gabriele Kutzscher. \"Wir sind stolz auf die Plakette. Sie zeigt, dass sich unser Engagement lohnt und anerkannt wird.\" Wie die Kita-Leiterin weiter erzählt, hat sich ihre Einrichtung mit einem Wasserprojekt beworben. Forschen gehöre inzwischen zu den regelmäßigen Angeboten. Kinder stellen Fragen an die Natur und dazu eigene Vermutungen auf, führen Versuche durch, dokumentieren und erörtern die Ergebnisse. Die Spreewaldkita habe diese frühkindliche Bildungsinitiative bisher hervorragend umgesetzt und in den Alltag integriert, wie Björn Lakenmacher sagt. Der Landtagsabgeordnete der CDU ist der Schirmherr des Netzwerks im Spreewaldkreis. Er überreichte die Plakette. Damit sei die Einrichtung in Lübbens Norden eine von 2300 Kindereinrichtungen bundesweit, die sich offiziell \"Haus der kleinen Forscher\" nennen dürfen. Ein Ruhekissen sei das Zertifikat jedoch nicht. Wie Björn Lakenmacher erklärt, müsse Forschen kontinuierlich in den Kita-Alltag integriert und müssen Projekte weiterhin dokumentiert werden. In zwei Jahren darf die Spreewaldkita ihm zufolge erneut einen Antrag auf das Zertifikat \"Haus der kleinen Forscher\" stellen. Gabriele Kutzscher blickt optimistisch nach vorn. \"Wir wollen künftig die Eltern in unsere Forschungsprojekte einbinden\", kündigt die Kita-Leiterin an. \"Forschen ist für die Kinder eine gute Lebensvorbereitung.\" Zum Thema: Das \"Haus der kleinen Forscher\" ist bundesweit die größte Qualifizierungsinitiative im Bereich der frühen Bildung. Fast 21 000 Kitas in allen Bundesländern sind derzeit kontinuierlich am Programm beteiligt. Damit leistet die Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung und zur Sicherung des Forschungs- und Technologiestandorts Deutschland. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Initiative seit 2008. [Quelle: LR/ Andreas Staindl]
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