CDU-Parlamentarier debattieren über Fluglärm
Auf Einladung der CDU Dahme-Spreewald haben Katherina Reiche (MdB), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, die CDU-Landtagsabgeordneten Björn Lakenmacher und Rainer Genilke sowie der Stressforscher Dr. René Weinandy vom Umweltbundesamt in Heidesse/Prieros zum Haupstadtflughafen diskutiert. Dr. Weinandy stellte in einem Impulsreferat detailliert die lärmfachliche Bewertung seiner Behörde zu den Flugrouten für den Verkehrsflughafen BER dar. Lärm sei ein unterschätztes Umweltproblem und besonders schädlich sei der nächtliche Lärm. Im Rhein-Main-Gebiet sei das allgemeine Erkrankungsrisiko bei 40-jährigen Frauen, die nächtlichem Fluglärm zwischen 23 und 1 Uhr ausgesetzt waren, um 100 Prozent gestiegen, gab der Experte seinen Zuhörern zu denken. Die geladenen CDU Abgeordneten aus Bund und Land kritisierten die völlig unzureichende Situation bei der Umsetzung der Schallschutzmaßnahmen für die Betroffenen: "Die Belange der Betroffenen müssen endlich in den Vordergrund gestellt und Schallschutzmaßnahmen schnell, unbürokratisch und großzügig bewilligt werden. Der Schallschutz ist wenige Wochen vor Eröffnung der BER im nur einstelligen Prozentbereich tatsächlich umgesetzt. Das ist die traurige und für die Betroffenen schlicht katastrophale Bilanz", warfen die CDU-Parlamentarier der Flughafengesellschaft vor. "Nach wie vor verzögert die Landesregierung die Teilnahme des Landes Brandenburg an einer Studie über Lärmwirkung an den deutschen Großflughäfen auf die Kindergesundheit", kritisierte der CDU-Kreisvorsitzende Carsten Saß. Knut Düntz, Vorsitzender der CDU in Heidesee, kündigte nach der von ihm organisierten und sehr gut besuchten Veranstaltung zufrieden an, dass sein Ortsverband auch in Zukunft derartige von Experten begleitete Gesprächs- und Informationsangebote für die Bürgerinnen und Bürger unterbreiten wird. LR/red/bt
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