Jetzt geht's richtig los - CDU startet in die heiße Wahlkamfphase

Politik für Wirtschaft und Wachstum

05.09.2009 | Ribbeck

Vor der ehrwürdigen Kulisse des Schloss Ribbeck im Havelland schwor sich die Brandenburger CDU am heutigen Samstag auf den heißen Wahlkampfendspurt ein. Unions-Generalsekretär Dieter Dombrowski rief den 800 Besuchern energisch zu: "Es liegen zwei wichtige Wahlen vor uns, wir streben ein sehr gutes Ergebnis an." Erreichen will das der CDU-Stratege mit der Betonung der eigenen Parteierfolge und einer gesunden Portion Kritik an den Mitbewerbern. Für ihn und die restlichen 6.800 CDU-Mitglieder im Land ist klar: Wir streben wieder in die Regierung, stärker als vorher, aber nicht um jeden Preis. "Die Union ist ein Markenartikel. Den verschleudern wir nicht", sagte Dombrowski mit energischer Stimme. Das wichtigste Ziel: Die SPD von den "dunkelroten und ungesunden Pralinen auf dem Tableau der Koalitionswühltische fernhalten". Das klare Bekenntnis zur Fortsetzung der großen Koalition auf Landesebene steht.

Fraktionschefin Dr. Saskia Funck sprach bei strahlendem Sonnenschein ebenfalls vor den Besuchern. Sie warnte eindringlich davor, einem rot-roten Bündnis das Land zu überlassen. "Den Scherbenhaufen hätten wir jahrelang wegzuräumen. Das hat unser Land nicht verdient", sagte die Chefin der Union im Landesparlament. Sie nahm besonders die Spitzenkandidatin der Linken aufs Korn. "IM Katrin oder Kerstin Kaiser will in unserem schönen Land Ministerpräsidentin werden. Wenn das Realität wird, dann ziehen die Leute hier weg. Das ist sicher." Die Zuhörer applaudieren, ein dunkelrotes Brandenburg - das will hier niemand. Bitter stößt Funck zudem auf, dass die FDP im Land sich eher zur zweiten linken Gruppe entwickelt, als denn ein potenzieller Partner zu sein. Von bürgerlichen Ideen keine Spur. "Jede FDP-Stimme ist leider eine verlorene Stimme im bürgerlichen Lager. Wir sind die einzige Kraft der Mitte in diesem Land."

CDU-Landeschefin Prof. Dr. Johanna Wanka trat als letzte Rednerin in den Ribbecker Schlossgarten. Zuerst begrüßte sie den jungen Noah (8). Der wirbt derzeit - zusammen mit Wanka - auf Großplakaten für eine Bildungspolitik, die dem Unterrichtsausfall im Land den Kampf ansagt. Als sie wenig später von der wirtschaftlich schwierigen Situation im Land spricht, kommt heftiger Wind auf. Fast scheint es, als sei dies ein Wink von ganz oben. Wanka zeigt den Anwesenden den Weg auf - einen Weg der Vernunft: "Wir sind eines von zwei Bundesländern, in denen die Arbeitslosenquoten derzeit sinken. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Harte Arbeit eines unionsgeführten Wirtschaftsministeriums." Schwerpunkte der künftigen Arbeit sind, so Wanka, das Bildungssystem weiter zu verbessern, den Forschungsstandort Brandenburg noch moderner zu machen und dem Thema Sicherheit einen hohen Stellenwert beizumessen. Ihr Tenor: "Wir wollen eine Politik für Wirtschaft und Wachstum." Zum Abschluss zitierte Wanka dann Theodor Fontane: "Leidenschaft ist immer siegreich." Wenn dies das Wahlergebnis bestimmt, ist Wanka ganz vorn dabei.

aktualisiert von Bjoern Lakenmacher, 05.09.2009, 23:04 Uhr