Verkehrserziehung und Prävention im Visier

CDU-Politiker informieren sich im Brandenburgischen Viertel bei der Verkehrswacht Barnim

02.09.2016, 15:33 Uhr

BrandenburgischesViertel (kä). Die Zahl der Verkehrsunfälle steigt wieder an, fast 90 Prozent von ihnen gehen auf subjektives Fehlverhalten zurück. Mit dieser Einschätzung konfrontierte der Vorsitzende der Barnimer Kreisverkehrswacht, Walter Pa-pritz, am Montag eine kleine,,CDU-Delegation", bestehend aus Kreischef Danko Jur, dem lnnenpolitischen Sprecher der Landtagsfraktion, Björn Lakenmacher und dem Bundestagsabgeordneten Jens Koeppen am Montag im Verkehrsgarten im Brandenburgischen Viertel.

Die Politiker wollten sich über die Aktivitäten zum Thema Prävention im Straßenverkehr informieren und erfuhren von Walter Papritz unter anderem, dass die Barnimer Verkehrs-wacht, eine von 19 im Land Brandenburg, zu den Spitzenrei-tern bei der theoretischen und praktischen Unfallvorbeugung gehört. So Iernen seit Jahren unter anderem im Branden-burgischen Viertel vor allem Schüler das Einmaleins derVer-kehrsregeln und vorallem des si-cheren Fahrradfahrens. Mit der Unterstützung des Landkreises und derStadt Eberswalde kann die Verkehrswacht nach den Worten von Papritz auf eine relativ solide Ausstattung der Eberswalder Außenstelle bauen. Seit dem Frühling werden hier regelmäßig auch Flüchtlings-kinder mit Fahrradtechnik und Verkehrsregeln vertraut gemacht. Auch personell sei man mit Mitarbeitern im Bundes-freiwilligendienst und Personal über das Jobcenterprogramm handlungsfähig. Einen generellen politischen Seitenhieb nach Potsdam konnten sich die Christdemokraten während ihres Besuches freilich nicht verkneifen. So kritisierte Lakenmacher, dass sich die Zahl der Landespolizeibeamten im Bereich Prävention mindestens halbiert habe. lmmerhin gestand er dem jetzigen lnnenminister Schröter (5PD) zu, in punkto Polizeireform erheblich nachgebessert zu haben. Allerdings sei die derzeitig avisierte Zahl von 8.200 Polizisten immer noch zu wenig, da sich gleich-zeitig das Aufgabenspektrum durch die Bekämpfung des islamischen Terrorismus und die Bewältigung der Flüchtlingsbewegungen erheblich erweitert habe. Lakenmacher wörtlich: "Da müssen schon noch ein paar hundert Stellen dazukommen."
aktualisiert von Bjoern Lakenmacher, 04.09.2016, 15:51 Uhr